Verein zur Förderung der Ambulanten Chirurgie

e.V.




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21.06.2016

Schneller wieder mobil nach der OP: Das geht am besten mit ambulanten Operationen!

Pressemitteilung des Berufsverbandes Niedergelassener Chirurgen (BNC) vom 21. Juli 2016 (aus: www.bncev.de)

Hamburg,  20.  Juli  2016.  „Nach  der  OP:  wer  lange  liegt,  bleibt  krank“  –  mit  dieser Schlagzeile  machte  vor  einigen  Tagen  die  Süddeutsche  Zeitung  (SZ) (http://www.sueddeutsche.de/gesundheit /gesundheit-wer-liegt-bleibt-krank-1.3076737) auf ein Problem aufmerksam, das auch für viele Menschen in Deutschland brandaktuell ist: Wer sich als älterer Patient einem chirurgischen Eingriff unterzieht, hat danach häufig Schwierigkeiten,  überhaupt  wieder  auf  die  Beine  zu  kommen.  „Besonders  für  ältere Menschen kann eine Operation bedeuten, dass ihr Alltag nie mehr so sein wird, wie sie es zuvor gewohnt waren, und sie fortan auf fremde Hilfe angewiesen sind“, schreibt die SZ  darin.  Die  Zeitung  bezieht  sich  auf  eine  im  amerikanischen  Fachmagazin  JAMA Surgery (http://archsurg. jamanetwork.com/article.aspx?articleid=2533100)veröffentlichte Studie,  wonach  die  Hälfte  von  über  5.000  älteren  Menschen  nach  einer  Operation weniger  mobil  waren,  zusätzliche  Hilfe  benötigten  oder  gar  in  eine  Pflegeeinrichtung ziehen  mussten.  Dieser  Verlust  an  Unabhängigkeit  führte  häufig  zu  erneuten Krankenhauseinweisungen und vorzeitigen Todesfällen.

Ausgeprägter Glauben an die Institution Krankenhaus
Für  den  BNC-Vorsitzenden  Dr.  Christoph  Schüürmann  sind  diese  Erkenntnisse  nicht überraschend. „Wer nach einer Operation lange im Bett liegt, hat ein erhöhtes Risiko für Thrombosen und Infektionen, die Erholung dauert länger. Außerdem bilden sich Muskeln und Knochenmasse zurück, der Patient wird später wieder fit.“ Aus diesem Grund setzt sich der BNC seit seiner Gründung dafür ein, dass möglichst viele Operationen ambulant durchgeführt  werden:  „Nach  einer  ambulanten  OP  kehrt der  Patient  in  sein  gewohntes Umfeld  zurück  und ist schneller mobil.  Das ist  auch bei den  meisten älteren Patienten problemlos  möglich“,  betonte  Dr.  Schüürmann.  „Allerdings  haben  wir  in  Deutschland einen ausgeprägten Glauben an die Institution Krankenhaus. Viele denken immer noch, dass man mit strenger Bettruhe im Krankenhaus dem Patienten einen Gefallen tut. Doch das Gegenteil ist der Fall!“

„Staatlich subventionierte Freiheitsberaubung“
Der BNC-Vorsitzende erinnerte an den Gründungspräsidenten des Verbandes, Dr. Klaus Buschmann, der Krankenhausoperationen, zu denen es eine ambulante Alternative gibt, als  „staatlich  subventionierte  Freiheitsberaubung“  bezeichnet  hatte.  „Das  Krankenhaus sollte  den  Fällen  vorbehalten  bleiben,  die  wirklich  eine  stationäre  Therapie  benötigen“, erklärte  Dr.  Schüürmann.  „Wir  niedergelassenen  Chirurgen  sind  hochqualifiziert  und können auch  den meisten älteren Patienten sichere und schonende Eingriffe anbieten, durch  die  sie  nicht  unnötig  ihre  Mobilität  einbüßen.“  Eine  deutliche  Förderung des Ambulanten  Operierens  würde sich  in  mehrfacher  Hinsicht  auszahlen:  Zum  einen  sind ambulante  Eingriffe  selbst  kostengünstiger  als  entsprechende  stationäre  Operationen. Und  auch  die  in  der  JAMA-Studie  erwähnten  kostspieligen  Folgen  wie  erneute Klinikeinweisungen,  Pflegebedürftigkeit  und  der  Verlust  von  Mobilität  ließen  sich  durch eine konsequente Förderung des Ambulanten Operierens deutlich mindern. „ Was fehlt, ist der politische Wille“, kritisierte Dr. Schüürmann.

Über den BNC:
Der  BNC  ist  der  Berufsverband  der  freiberuflichen  Chirurgen  in  Deutschland,  deren Interessen  er  durch  einen  Bundesvorstand  sowie  25  regionale  Landesverbände  (ANC) vertritt. Er engagiert sich für die Aus- und Weiterbildung seiner Mitglieder und setzt sich für  eine  Förderung  der  ambulanten  chirurgischen  Behandlung  sowie  des interdisziplinären Austauschs ein. Der Verband führt hierzu auf Bundesebene den Dialog mit Politikern, Krankenkassen, Wirtschaft und anderen Berufsverbänden.




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