Verein zur Förderung der Ambulanten Chirurgie

e.V.




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Allgemeinchirurgie

Das Erlernen der "Allgemeinen Chirurgie" ist bei der Ausbildung zum Chirurgen von fundamentaler Bedeutung. Der Facharzt für Allgemeinchirurgie ist der chirurgische Basisversorger, der vor Ort der Bevölkerung zur Verfügung steht. Dieser soll nun bei der Reform der Weiterbildungsordnung abgeschafft werden!

 

In einer ausführlichen Stellungnahme hat der BNC (Berufsverband der niedergelassenen Chirurgen Deutschland e.V.) zusammengefasst, welche fatalen Konsequenzen die Neustrukturierung des Fachgebiets Chirurgie im Rahmen der für 2016 geplanten Novellierung der (Muster-) Weiterbildungsordnung (MWBO) sowohl für die Patientenversorgung als auch für die Zukunftsplanung niedergelassener Chirurgen hätte.

Hamburg, 18. März 2015. Gegen die geplante Abschaffung des „Facharztes für Allgemeinchirurgie“ im Zuge der für 2016 geplanten Novellierung der (Muster-) Weiterbildungsordnung (MWBO) hat sich der Berufsverband Niedergelassener Chirurgen (BNC) ausgesprochen. Der aktuelle, von der gemeinsamen Weiterbildungskommission der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie (DGCH) und des Berufsverbandes Deutscher Chirurgen (BDC) beantragte Entwurf sieht vor, dass der chirurgische Nachwuchs künftig entweder zum „Facharzt für Allgemein- und Viszeralchirurgie“ mit den bisherigen Weiterbildungsinhalten des Facharztes für Viszeralchirurgie (ohne Elemente der Knochenchirurgie) oder zum „Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie“ (ausschließlich Elemente der Knochenchirurgie) weitergebildet werden.

In einer ausführlichen Stellungnahme hat der BNC nun zusammengefasst, welche fatalen Konsequenzen diese Neustrukturierung des Fachgebiets Chirurgie sowohl für die Patientenversorgung als auch für die Zukunftsplanung niedergelassener Chirurgen hätte. Die Stellungnahme steht hier als Vollversion zum Download bereit. Mit ihr tritt der BNC derzeit an Entscheidungsträger in der ärztlichen Selbstverwaltung ebenso wie in der Politik und in anderen Verbänden und Fachgesellschaften heran.

Der BNC-Vorsitzende Dr. Christoph Schüürmann sagte hierzu: „Die Neustrukturierung würde die Spezialisierung innerhalb unseres Fachgebietes weiter vorantreiben. Doch in der flächendeckenden Versorgung brauchen Patienten in erster Linie Generalisten, die ein breites Spektrum chirurgischer Expertise abdecken können.“ Schüürmann erinnerte daran, dass die geplanten MWBO-Novellierung weder im Einklang mit dem hiesigen Vertragsarzt- und Zulassungsrecht, noch mit dem Zuschnitt der Fachgebiete auf europäischer Ebene wäre. Die Neuordnung der Fachgebietsbezeichnungen hätte zur Folge, dass niedergelassene Chirurgen für ihre Praxen künftig keine ausreichend qualifizierten Nachfolger mehr finden, die dem Versorgungsauftrag gemäß den geltenden Vorgaben gerecht werden. Damit wäre nicht nur der Fortbestand einer Großzahl chirurgischer Praxen, sondern auch die flächendeckende chirurgische Versorgung in Deutschland in Gefahr. Mittelfristig würden die bisherigen chirurgischen Praxen bis auf Ausnahmen in der orthopädischen Versorgungsebene verschwinden.

Über den BNC: Der BNC ist der Berufsverband der freiberuflichen Chirurgen in Deutschland, deren Interessen er durch einen Bundesvorstand sowie 25 regionale Landesverbände (ANC) vertritt. Er engagiert sich für die Aus- und Weiterbildung seiner Mitglieder und setzt sich für eine Förderung der ambulanten chirurgischen Behandlung sowie des interdisziplinären Austauschs ein. Der Verband führt hierzu auf Bundesebene den Dialog mit Politikern, Krankenkassen, Wirtschaft und anderen Berufsverbänden.

Kontakt zum BNC:
Rosemarie Plassmann, BNC-Geschäftsstelle

Tel.: 04532 26875-60, info@bncev.de

Pressekontakt:
Antje Thiel, Freie Medizinjournalistin

Tel.: 04121 2763634,
info@antje-thiel.de

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