Verein zur Förderung der Ambulanten Chirurgie

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01.04.2017

Die Diagnostik und Differentialdiagnostik des Ulcus cruris

Frank Bayer | 12. Geraer Symposium Ambulante Chirurgie | 01.04.2017 | Kommunikationszentrum der Sparkasse Gera-Greiz


Ulcus-Patienten kommen häufig erst nach Wochen oder Monaten zum Arzt, weil keine Spontanheilung eintritt. Die übliche Wundbehandlung führt in der Regel nicht zum gewünschten Erfolg. Das Ulcus cruris gilt als therapieresistent. Die Ursachen sind zu etwa 80% gefäßbedingt. Als Diagnostika stehen Farbduplexsonografie, Dopplersonografie, Labor und Mikrobiologie sowie ggf. venöse Funktionsdiagnostik (LRR, VVP) und der brachio-crurale Index zur Verfügung. Um ursächlich therapieren zu können, muss zwischen Varikosis/chronisch venöser Insuffizienz (CVI), Vasculitis, Ulcus cruris venosum/arteriosum/mixtum, Pyoderma gangraenosum, diabetischem Fußsyndrom/Malum perforans differenziert werden. Das Ulcusmanagement besteht in Diagnostik, ursächlicher Therapie, Wundbehandlung und guter interdisziplinäre Zusammenarbeit. Der Arzt bestimmt die Art und Weise der Wund- bzw. Ulcusbehandlung. Das Ziel ist die vollständige. Abheilung des Ulcus cruris, um irgendwann keine Verbände, Wundauflagen, Mullkompressen oder Binden mehr zu benötigen. Fazit: nicht lostherapieren – erst Diagnostik! Es kommt nicht primär auf die Art und den Preis der Wundauflage an, sondern auf die Erkundung und Beseitigung der Ulcus-Ursache – dann ist Wundheilung möglich.



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