Verein zur Förderung der Ambulanten Chirurgie

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19.03.2016

Konservative Therapie vs. Operation - Vorderes Kreuzband

Dr. med. Andreas Schubert | 11. Geraer Symposium Ambulante Chirurgie | 19.03.2016 | Kommunikationszentrum der Sparkasse Gera-Greiz

Die Erwartungen des Patienten besteht darin keine Schmerzen mehr haben, wieder Fußball spielen zu können oder Schi zu fahren oder weiter z.B. als Dachdecker zu arbeiten. Die ärztlichen Ziele sind Schmerzfreiheit zu erzeugen, Beweglichkeit und Stabilität wieder herzustellen und eine Arthrose zu verhindern. Es gibt kein pauschales Vorgehen, individuelle Besonderheiten müssen beachtet werden. Als Parameter zur Therapieentscheidung gelten Schmerzen, Begleitverletzungen, Alter, Beruf, sportliche Aktivität, vorbestehende Arthrose, Körpergewicht, Voroperationen, Achsenstellung, vegetative Konstitution und System- und Vorerkrankungen. Indikationen zum konservativen Vorgehen sind eine Partialruptur ohne subjektive Instabilität, isolierte Komplettruptur ohne subjektive Instabilität und ohne Begleitsymptomatik, unrealistische Erwartungshaltung bei arthrotischen Veränderungen und allgemeine Kontraindikationen zu einer OP. Es besteht in Akutsymptomatik behandeln (PECH), Aktivitätslevel senken (Rad, Laufen, Walking, Wasser), Propriozeptionstraining, Schienenbehandlung und regelmäßigen klinischen Kontrollen. Die Ziele der operativen Therapie sind Verbesserung der Stabilität, Schutz Menisken (Hoffelner et al. 2012) und Verhinderung Knorpelschäden (kein wissenschaftlicher Nachweis). Indikationen zur OP sind subjektive Instabilität, junges Alter, Berufs- und Hochleistungssportler, stabiles Knie für den Beruf, Begleitinstabilität, zusätzliche Meniskusverletzung und chronischer Erguss. Die Therapie der vorderen Kreuzbandruptur ist immer eine individuelle.

 

Dr. med. Andreas Schubert, Chirurgische Gemeinschaftspraxis Gera
Schmelzhüttenstraße 4, 07545 Gera

 

 




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